SUP-Urlaub auf Sardinien

Stadtempfehlungen

SUP-Spots auf Sardinien

Fußball auf Sardinien


Einen Reisebericht über einen 14-tägigen Urlaub auf Sardinien stelle ich mir irgendwie schwierig vor. Ich könnte euch detailliert über meinen Ichnusa Konsum (meistverkauftes sardische Bier) berichten. Oder dass das Essen im Hotel am Tag 8 und 10 nicht meinem Geschmack entsprach. Danach würde vermutlich niemand mehr diesen Blog lesen. Da ich aber ein vehementer Gegner der "Top 10 Sights of XYZ" Beiträge bin, stelle ich euch ausgewählte Themen vor. Als erstes erschien ein Artikel über den Fußball auf Sardinien mit Blick in die Fankurven des Landes. Ein Schwerpunkt unserer Reise war das Stand up Paddling. Unsere Erfahrungen dazu findet ihr in diesem Bericht. Als Drittes möchte ich euch die besuchten Orte näher vorstellen.

Allgemeine Informationen über Sardinien

 

Die zweitgrößte Mittelmeerinsel, etwa auf der Höhe von Neapel  und in direkter, südlicher Nachbarschaft von Korsika angesiedelt, ist kein Geheimtipp. Vor allem bei den Besserverdienenden ist die Costa Smeralda, ein Marketingname aus den 70er Jahren, ein gern besuchter Ort. Neben den etwa 1,7 Mio. Einwohnern kommen geschätzte 2,5 Mio. Gäste jährlich auf die Insel, welche für ihre karibischen Strände bekannt ist.

Anreise 

Sardinien besitzt drei internationale Flughäfen. Im Westen Alghero, im Nordosten Olbia und im Süden Cagliari. Wer sein eigenen fahrbaren Untersatz oder Wohnwagen mitbringen möchte, macht das am besten von Genua oder dem toskanischen Livorno. Ersterer eignet sich am besten für Schweizer und Südwestdeutsche. Livorno ist gut über Österreich zu erreichen. Weitere Möglichkeiten gibt es von Civitavecchia (nähe Rom), Piombino (nähe Livorno), Korsika, Marseille, Barcelona, Neapel und Palermo. Größte Häfen auf Sardinien sind Porto Torres (Nordwesten), Olbia (Nord/Osten), Golfo Aranci (Nord/Osten), Arbatax (Osten/Mitte) und Cagliari (Süden).

 

Verkehr

Liest man Reiseführer, wird man vor dem Verkehr gewarnt. Wer schon einmal in Italien oder Frankreich gefahren ist, wird den Verkehr auf Sardinien entspannter wahrnehmen. Klar ist es nicht mit Deutschland vergleichbar, aber in Europa habe ich schon schlimmeres erlebt. Die Straßen sind allerdings holprig, vor allem außerhalb der Städte haben wir ein paar üble Schlaglöcher erwischt. Von Sassari führt eine Autobahnähnliche Straße nach Osten, welche dann über Nuoro und das bergige Hinterland sich in den Südwesten schlängelt. Diese Straße ist meist vierspurig ausgebaut, bzw. befindet sich im Ausbau. Glücklicherweise wird dafür aber keine Maut verlangt.

 

Mietwagen

Auf Sardinien ist ein Fahrzeug sehr empfehlenswert. Hotels und Unterkünfte befinden sich oftmals am Stadtrand. Es gibt in Touristenhochburgen zwar auch "Strandbusse", aber die richtig guten Spots sind nur mit dem Auto oder Motorrad erreichbar. Wir mieteten uns über ein großes Vergleichsportal ein Auto für 14 Tage am Flughafen von Olbia. Der Preis betrug schmale 215 € für ein Opel Astra, ohne Selbstbeteiligung oder sonstigen Einschränkungen. Das sind weniger als 16 € pro Tag, da schmerzt es auch nicht sonderlich wenn das Fahrzeug 2-3 Tage nur rumsteht. Durch unsere SUP-Boards benötigten wir diese größere Fahrzeugklasse. Kleinere Fahrzeuge wie z.B. FIAT 500 waren schon für ca. 130 € verfügbar.

Achtung:
Vermietungen vor Ort, über Reiseleiter oder Hotels sind um ein vielfaches teurer! Am besten vorab über ein Vergleichsportal buchen.

In Olbia gibt es zahlreiche Anbieter. Bei einigen ist erst auf den zweiten oder dritten Blick ersichtlich, dass die Vermietstation nur durch einen Shuttletransfer erreichbar ist. Ein zusätzlicher Zeitaufwand muss einkalkuliert werden. Geht man davon aus, dass die meisten Leute über die Vergleichsportale den günstigsten Anbieter auswählen, können genau bei diesem riesige Warteschlangen entstehen. Dieses Szenario konnte ich schon häufiger beobachten. Es kann sich daher lohnen, den zweiten oder drittplatzierten Anbieter zu wählen. In unserem Fall war das die italienische Firma Maggiore. Wir bezahlten knapp 10 € mehr, aber waren die einzigen Kunden.